Kohlrabi

Gemüse-Info:         Kohlrabi

Historie: Es gibt erstaunlich viele unterschiedliche Kohlrabi-Sorten in Deutschland: ca. 30 weiße und 14 blaue Sorten. Der weiße Kohlrabi ist allerorts bekannt, während man den violetten Kohlrabi seltener findet. Von Geschmack her ist er kräftiger, der weiße Kohlrabi hingegen milder. Die Deutschen sind neben den Spaniern, die mit ca. 35 Millionen Kohlrabis pro Jahr deutlich aufgeholt haben, Kohlrabi-Liebhaber. Schon die alten Römer aßen gerne ihre Stielrübchen oder Caulorapa, wie sie den Kohlrabi damals nannten.

Die Kohlrabi-Zeit beginnt im Mai und geht bis in den Herbst-Monat Oktober hinein. Nicht nur die Knolle eignet sich zum Verzehr, sondern auch die wertvollen, vitalstoffreichen Blätter, denen nachgesagt wird, dass sie sogar mehr Nährstoffe enthalten als die Knolle.


© Gérard: violetter Kohlrabi

Lagerung: Kohlrabi kann gut im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Am besten vorher die Blätter abmachen, da sie der Knolle Feuchtigkeit entziehen. Dann in ein feuchtes Tuch einwickeln, so bleibt alles länger frisch.

Zubereitungstipps: Die Knolle am besten klein schneiden oder raspeln. Die Blätter geben Salaten und Suppen einen feinen Geschmack. Einfach wie Spinat oder anderes Blattgemüse zerkleinern und nur leicht dünsten oder blanchieren, wenn Sie lieber etwas Warmes und Gekochtes essen. In Butter geschwenkt und mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt, schmeckt die Kohlrabi ohne großen Aufwand richtig lecker. Größere Blätter können auch für Rouladen verwendet werden.

Ansonsten die Knolle mit den zerkleinerten Blättern in die Salatschüssel geben und mit etwas Zitronensaft und Walnussöl verfeinern, so ergänzt der Kohlrabi den frischen Salat auf wunderbare Weise.

Inhaltsstoffe: In der Kohlrabi befinden sich die Sekundäre Pflanzenstoffe Carotinoide, die der Körper in Vitamin A umgewandelt. Außerdem ist er reich an pflanzlichen Proteinen, Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Selen, Eisen und vor allem Magnesium. Ihm wird nachgesagt, dass er mehr Vitamin-C als Orangen enthält und reichlich Niacin, das auch als Energievitamin bekannt ist. Schon eine halbe Knolle soll den täglichen Vitamin-C-Bedarf decken.

Naturheilkunde: In der Naturheilkunde ist der Kohlrabi für seine schützende Wirkung des Herzens und des Kreislaufes bekannt. Durch seinen hohen Ballaststoffanteil bringt er Schwung in die Verdauung und stärkt das Immunsystem.

 

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Wohl bekomm’s!

© Ursula Gérard, Garten der Fülle